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Grüner Grillieren

Wir leben im Zeitalter der Achtsamkeit. Auch beim Grillieren gilt es Sorge zur Umwelt zu tragen. Wir zeigen, wie.

Ein Tipp vorneweg: Nachhaltigkeit soll auch Spass machen. Wir sollten den Versuch, umweltfreundlich und sozial zu leben, nicht als unbeliebte Hausaufgabe betrachten. Sondern wir sollten Wege finden, mit Freude achtsam zu sein und eine Änderung in unserem Verhalten als spannendes Abenteuer zu sehen.

Augen auf beim Kohlenkauf

Was hat Grillieren mit dem osteuropäischen Land Polen zu tun? In der Schweiz sehr viel. Polen ist der Staat, der mit Abstand am meisten Grillkohle zu uns exportiert. Oftmals wird sie dort noch durch Köhler von Hand hergestellt. Ein uraltes, hartes, schmutziges Handwerk. Aber auch ein Job, der eine gewisse Romantik in sich hat.

Aber der Handel mit der Kohle ist ein schwieriges und unübersichtliches Geschäft: Kohle sieht aus wie Kohle. Egal, ob das verbrannte Holz aus der Schweiz, aus Polen oder aus den Tropen stammt. Es lohnt sich deshalb, beim Kauf auf das Label FSC (Forest Stewardship Council) zu achten. Es zeichnet Produkte aus nachhaltiger Waldwirtschaft aus, also beispielsweise auch Tannenbäume vor Weihnachten, um kurz von einem Thema zu sprechen, das mit Grillieren jetzt aber auch ganz und gar nichts zu tun hat. Bei den Grossverteilern gibt es FSC-zertifizierte Holzkohle. Einfach kurz auf den Sack gucken.

Vegetarisch grillen

Es muss nicht immer nur Fleisch sein

Eine Frage der Einstellung: Für viele Grillierer gehört Fleisch unverzichtbar dazu. Wir wollen niemanden bekehren, wir haben mehr als genug Fleisch-Rezepte in unserer BBQ-Datenbank. Aber wir haben dort auch diverse vegetarische Gerichte im Angebot und Tipps zum Veggie-Grillieren. Viele Fleischprodukte lassen sich längst durch Alternativen ersetzen, etwa durch jene von Garden Gourmet.

Wie gesagt: Nachhaltigkeit soll Spass machen. Das ist der Hauptgrund, beim Fleisch auf Qualität zu achten. Hochwertiges Fleisch ist feiner als 08/15-Ware. Oder anders gesagt: Wer sich einen tollen Grill leistet, sollte darauf nicht mieses Fleisch brutzeln. Es lohnt sich deshalb, beim Fleischkauf auf Bio und lokale Produktion zu setzen.

Foodwaste ist Geldverschwendung

Wenn wir gerade bei besserem Fleisch und seinen Kosten sind: Wagen wir mal die Behauptung, dass der durchschnittliche Schweizer Haushalt für einen Grill-Tag eher zu viel als zu wenig einkauft. Ach, es will doch sicher noch jemand eine Wurst. Die Mengen für den Kartoffelsalat werden lieber aufgerundet. Am Abend zeigt der Blick in den Kühlschrank, dass man sich gut noch drei Tage lang von den Resten ernähren könnte. Aber tut man das?

Beim kleinen, Corona-kompatiblen Grillanlass ist das Risiko für Foodwaste schon mal geringer. Dennoch: Aufgepasst beim Einkauf! Letzten Endes ist Foodwaste nämlich ganz einfach Geldverschwendung. Gekaufte Ware wird wieder weggeschmissen. Das schmerzt und sollte vermieden werden – der Umwelt und dem Portemonnaie zuliebe.

Den Grill natürlich anzünden

Chemische Anzündhilfen wie Benzin sind aus drei Gründen zu vermeiden. 1. Unser Grillgut verdient ein möglichst gutes, sauberes Feuer. Da gehört Benzin doch eher nicht dazu. 2. Es gibt jährlich viele Unfälle, da Grillfeuer aufgrund solcher Zusätze ausser Kontrolle geraten. Der Besuch eines Krankenwagens hat noch kein Grillieren besser gemacht. 3. Es ist umweltfreundlicher.

Beim Grillieren draussen: Sorge tragen

Warum grillieren so viele Menschen so gerne im Park oder im Wald? Weil sie dort die Natur geniessen können. Da scheint es gleich doppelt blöd, wenn man anschliessend die Abfälle liegen lässt oder das Feuer ungenügend überwacht.

Es empfiehlt sich bei solchen Ausflügen beispielsweise Mehrweggeschirr oder einfach einige Messer und Gabeln von daheim zu verwenden. Nicht gerade das Silberbesteck, aber dennoch. Die Abfälle gehören in den Kübel oder in einen Sack, der ebenfalls gleich wieder mitgenommen wird. Die THOMY Tube hat ihren Platz übrigens in der Alu-Sammlung, wobei wir Schweizer ja Weltmeister im Abfalltrennen sind und das natürlich wissen. Nicht zuletzt gilt es auf das Feuer zu achten: Ist es auch wirklich aus? Oder glimmt die Glut noch? In der Schweiz waren die letzten Jahre aussergewöhnlich trocken, die Waldbrandgefahr war dementsprechend hoch, nicht nur im Hochsommer.

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