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Trittst im Glutrot daher

Nicht nur rund um den 1. August zeigt sich: Die Schweiz ist ein Land der Grillierer. Doch wie brutzeln Herr und Frau Schweizer wirklich?

Mach doch bitte mal Strichli, lieber Leser. Ein Strichli für jeden Tag, an dem du grillierst. Auf welche Zahl kommst du Ende des Sommers, Ende des Jahres? Oder (weil du keine solche Strichli-Liste zur Hand haben dürftest) rate einfach mal, wie oft es ist.

Wenn du Deutschschweizer bist und deine Antwort «22 Tage im Sommer» lautet, dann: Gratuliere! Oder: Tut uns leid, je nachdem wie du das jetzt empfindest. Denn du bist absoluter Durchschnitt.

Die Tessiner? Weniger

Coop liess 2017 die Schweizerinnen und Schweizer zu ihren Grill-Vorlieben befragen. Eines der Ergebnisse: Der Deutschschweizer grilliert im Sommer an 22 Tagen, der Romand an 21 Tagen, der Tessiner «nur» an deren 13. Ein ähnliches Bild gibt es bei der Frage, ob die Bewohner der Sprachregionen an mindestens einem Abend pro Woche grillieren: Unentschieden zwischen Deutsch- und Französischsprachigen (je 63 Prozent), klarer Vorsprung auf die italienisch Sprechenden (43 Prozent).

Aber wer macht was? Wie heissen die regionalen Spezialitäten der Schweizer Grill-Szene? Beginnen wir mit den Gemeinsamkeiten: Rind und Poulet sind überall beliebt. In der Deutschschweiz kommt (wenig überraschend) der Cervelat in die Spitzengruppe, sehr gerne gefüllt mit Käse. Auch die Kalbsbratwurst ist laut dieser Umfrage eine Spezialität von östlich des Röstigrabens. Die drei Besonderheiten in der Romandie: ein höherer Anteil an Spiessli, an Lamm und an Fisch. Im Tessin wiederum gibt es zwei Auffälligkeiten: die Luganighetta als regionale Wurst und eine Vorliebe für Tintenfisch und Meeresfrüchte.

Wir finden: Das geht auch anders. Abwechslung macht es aus. Unter unseren Grill-Rezepten ist garantiert keines mit Cervelat, liebe Deutschschweizer. Keines mit Lamm, chers Romands. Und keines mit Luganighetta, cari Ticinesi. Probiert sie aus! Apropos: Es gibt auch Gemeinsamkeiten zwischen den Landesregionen. Die THOMY Saucen sind überall beliebt. Nur damit das gesagt ist.

Gasgrills für die Deutschschweiz

Überraschend deutlich sind die Unterschiede bezüglich der Art des Grillierens: In der französisch- und in der italienischsprachigen Schweiz ist der Holzkohlegrill haushoher Favorit. Die Deutschschweiz setzt – ebenso deutlich – auf Gasgrills. Elektro ist überall eher eine Randnotiz. Erst recht gilt dies für Wegwerfgrills: Die sind nirgendwo in der Schweiz wirklich ein Thema.

Kommen wir zum Schluss nochmals zurück auf unsere Strichli-Liste: Die Umfrage hat auch ergeben, wie oft Herr und Frau Schweizer den Grill im Winter auspacken. Das Resultat: immerhin an insgesamt zwei Tagen. Aber mehr dazu dann, wenn es kälter wird.

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