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Hygiene-Regeln am Grill

Das Grill-Jahr 2020 steht im Zeichen von Corona ‒ auch nach dem Lockdown. Worauf ist beim Grillieren zu achten? Und wo kann man beruhigt sein? Ein kleiner Corona-Knigge.

Seit Ende Februar 2020 dominiert ein Virus unsere Welt, und immer noch sind viele Fragen rund um Corona offen. Wir haben einen Lockdown hinter uns, dürfen uns längst wieder nach Social-Distancing-Regeln treffen (und zusammen grillieren), aber: Die Unsicherheit bleibt. Schon länger bekannt ist, dass das Virus unter bestimmten Umständen eine gewisse Zeit lang auch über Oberflächen übertragen kann.

Da stellt sich die Frage: Wie steht es mit Lebensmitteln – kann man bedenkenlos im Laden einkaufen, in der Küche oder auf dem Grill vorbereiten und den Gästen servieren?

«Keine Fälle nachgewiesen»

Alles deutet darauf hin, dass die Frage mit einem klaren Ja beantwortet werden kann. Das deutsche Bundesamt für Risikobewertung gab Ende Juni ein mehrseitiges Papier zum Thema heraus, ob das Virus über Lebensmittel und Gegenstände übertragen werden kann. Der wichtigste Satz: «Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben.» Wobei: «Allerdings sind Übertragungen durch Schmierinfektionen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, theoretisch denkbar und können nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.»

Das Positive an dieser Ergänzung: Das Coronavirus ist also weniger stabil als andere Viren. Wie lange es sich auf einer Oberfläche halten kann, hängt auch von der Lichteinwirkung, der Luftfeuchtigkeit, der Temperatur ab. Aber prinzipiell sind andere Viren heikler für die Übertragung über Lebensmittel. Das Negative an der Ergänzung: Ausschliessen kann man nichts.

Vier Hygiene-Regeln für alle Fälle

So oder so: Hygiene ist beim Grillieren ein wichtiges Thema. Eines, das schon manche Hobby-Grilleure unterschätzt haben. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen zählt deshalb vier Regeln auf, die man beim Grillieren beachten sollte. Vor dem Hintergrund des Coronavirus im Jahr 2020 vielleicht noch etwas expliziter als sonst:

  • Nach dem Berühren von rohem Fleisch sollten die Hände gewaschen oder zumindest an einer Papierserviette gründlich abgeputzt werden. Dies gilt auch für Grillzangen und ähnliche Utensilien.
  • Nach dem Marinieren nicht die Finger ablecken und die restliche Marinade nicht als kalte Saucen-Beilage servieren. Marinaden sind da, um aufgewärmt genossen zu werden.
  • Fleisch gut durchbraten. Dies gilt insbesondere für Burger und Poulet, die auch innen nicht mehr rot sein dürfen, oder Würste, die auch innen heiss sein sollten.
  • Den Teller, auf dem das rohe Fleisch war, nicht zum Essen benutzen.

Etwas mehr Sorgfalt als sonst ist auch beim Abwasch geboten, wenn man Gäste hatte oder erwartet. Kann ein Virus über das Besteck übertragen werden? Das deutsche Bundesamt für Risikobewertung schreibt für Orte, an denen man potenziell Besteck mit anderen Menschen teilt, also etwa für Kantinen: Eine Übertragung über Oberflächen ist möglich, aber es sind keine Fälle bekannt.

Im Frühling haben wir geschrieben, wie ein #BBQlikeits2020 aussehen könnte. Mittlerweile hat sich die Welt verändert. Wir sind wieder draussen, dürfen uns vorsichtig treffen, tragen aber Masken. Die Ideen von damals gelten aber immer noch – vom Balkon-zu-Balkon-Fest bis zum Video-Grillieren. Ein Barbecue ist trotz Corona mit ganz viel Spass und Geselligkeit verbunden. Wenn man auf die aktuell geltenden Verhaltensregeln des BAG und einige Hygiene-Regeln achtet.

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